#9 - Employer Branding im ländlichen Raum - So erzielt CONSTAB mehr Bewerbungen (mit Christin Korb)

Shownotes

01:00 – Vorstellung von Christin Korb, Personalleiterin CONSTAB 02:30 – Ausgangssituation in der ländlichen Region 05:00 – Recruiting-Probleme konkret erklärt 07:00 – Erfolgsfaktor 1: Social Media im Recruiting 10:30 – Content-Strategie statt Zufallsposting 13:00 – Unternehmenskultur als unterschätzter Faktor 15:00 – Erfolgsfaktor 2: Führung und Mitarbeiterbindung 17:30 – Konkrete Führungsmaßnahmen bei CONSTAB 20:00 – Praxisbeispiel: Teamwork mit Schafherde 22:30 – Erfolgsfaktor 3: Mitarbeiterentwicklung 25:00 – Umgang mit internen Veränderungen 27:00 – Bewerberreise und Entwicklung im Unternehmen 29:00 – Erfolgsfaktor 4: Mitgestaltung und Eigenverantwortung 31:00 – Erfolgsfaktor 5: Klare Differenzierung als Arbeitgeber 32:30 – Blick in die Zukunft: Demografischer Wandel

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00:00:00: (Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Ich glaube nicht, dass man jetzt als Unternehmen

00:00:01: den Kopf in den Sand stecken darf und

00:00:03: sagt, der demografische Wandel wird uns hier um

00:00:09: den Verstand bringen.

00:00:10: Und dann sagen kann, hey, das und das

00:00:11: macht uns wirklich einzigartig und nicht zu sagen,

00:00:14: wir haben den E-Bike-Wiesing und wir

00:00:15: haben auch ein faires Gehalt und Wertschätzung wird

00:00:17: bei uns großgeschrieben.

00:00:18: Das schafft halt jeder.

00:00:19: Neben dem Job, den man vielleicht eigentlich hat,

00:00:21: noch andere Dinge mitgestalten und mitmachen.

00:00:24: Das ist ja auch so eine Art von

00:00:26: Selbstverwirklichung.

00:00:27: Klar, ich habe irgendwie vielleicht Bewerber, die fangen

00:00:29: bei mir an.

00:00:30: Am Ende brauche ich aber auch eine gute

00:00:31: Führung, dass ich sie halt am Ende auch

00:00:32: halten kann und meine Fluktuation möglichst gering halte.

00:00:43: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Industrie

00:00:45: -Impulse-Podcasts.

00:00:47: Heute haben wir ein sehr spannendes Thema und

00:00:49: zwar geht es um Employer-Branding in der

00:00:51: ländlichen Region und vor allen Dingen um fünf

00:00:54: konkrete Erfolgsgeheimnisse, wie man das gerade in der

00:00:57: ländlichen Region sehr, sehr gut hinbekommen kann.

00:01:00: Und da habe ich mir heute Verstärkung geholt.

00:01:02: Und zu Gast haben wir heute die Christine

00:01:03: Korb, Personalleiterin von der Firma Constab.

00:01:06: Und sie wird heute so ein bisschen aus

00:01:08: dem Nähkästchen plaudern und uns dementsprechend natürlich auch

00:01:10: so ein bisschen in die Geheimnisse einweisen.

00:01:13: Von daher, ja, da schon mal viel Erfolg.

00:01:15: Aber Christine, vielleicht kannst du nochmal ein paar

00:01:17: Sätze zu dir kurz sagen.

00:01:18: Ja, gerne.

00:01:20: Ja, erst mal danke, dass ich dabei sein

00:01:22: kann heute.

00:01:23: Ich freue mich sehr, hier mal zu Gast

00:01:25: zu sein bei euch.

00:01:27: Ja, ich bin noch 42 Jahre alt, bin

00:01:30: Personalleiterin bei der Firma Constab.

00:01:33: Bin da seit 16 Jahren, angefangen als Finanzbuchhalterin.

00:01:38: Dann bin ich in den Vertriebsinnendienst gewechselt und

00:01:42: habe den auch mal geleitet.

00:01:44: Dann habe ich ein ERP-Projekt gemacht als

00:01:46: Projektleiterin.

00:01:47: Bin ich auch immer noch.

00:01:48: Und habe nebenbei schon die ganze Zeit eigentlich

00:01:52: immer Personal mitgemacht.

00:01:55: Und ja, seit ein paar Jahren bin ich

00:01:57: jetzt auch Personalleiterin, mache das dann hauptsächlich.

00:02:00: Bin auch ausgebildeter Coach, systemisch für Veränderungsmanagement und

00:02:07: für Transformationsbegleitung.

00:02:10: Ja, das mache ich eigentlich so immer.

00:02:12: Ja, stark.

00:02:13: Also auch spannend, dass du dann so die

00:02:14: verschiedensten Stationen wirklich durchgegangen bist, bis hin zum

00:02:17: Personal.

00:02:19: Wie kam es denn, dass du dann in

00:02:20: den Personal gelandet bist?

00:02:21: War das so dein Herzenswunsch, dass du intrinsisch

00:02:24: gesagt hast, ja, da will ich irgendwie rein

00:02:25: in den Bereich?

00:02:26: Oder hat einfach der Chef gesagt, ja, alle

00:02:28: Kutte und so, ja, ich gehe Kristin, zack,

00:02:30: in den Bereich.

00:02:31: Ne, also das war mein Wunsch da.

00:02:33: Das war auch ein bisschen eine Bedingung.

00:02:35: Ich habe gesagt, ich komme und mache das

00:02:36: mit der Vertriebsinnendienst-Führungsposition, weil die hatten wir

00:02:42: damals noch nicht vorher.

00:02:43: Und habe aber gesagt, ich möchte aber auf

00:02:45: jeden Fall ein bisschen Personal mit dabei haben.

00:02:49: Und dann hat der Chef gesagt, ja.

00:02:51: Das war damals nicht, ja, alle Kutte.

00:02:52: Der kam nämlich erst danach.

00:02:54: Und der hat dann gesagt, ja, okay, dann

00:02:56: machen wir das so.

00:02:58: Ja, und seitdem bin ich eigentlich immer schon

00:03:00: im Personal.

00:03:02: Ja, ist auch ein spannender Bereich.

00:03:03: Passiert ja auch dementsprechend immer sehr, sehr viel.

00:03:07: Wie war denn vielleicht damals so eure, um

00:03:09: auch so ein bisschen die Zuhörerinnen und Zuhörer

00:03:11: abzuholen, die Ausgangssituation damals war?

00:03:13: In Rüthen.

00:03:14: Ich weiß jetzt nicht, wie viele Einwohner Rüthen

00:03:16: hat.

00:03:16: Ist ja auf jeden Fall jetzt nicht Hamburg

00:03:17: oder München.

00:03:19: Die Ausgangssituation und vielleicht auch die gewisse Herausforderung,

00:03:22: die ihr so hattet.

00:03:22: Ja, genau.

00:03:23: Also Rüthen ist sehr ländlich.

00:03:25: Das ist ja schon so auf der Kante

00:03:26: zum Sauerland.

00:03:28: Wir haben, Rüthen ist eine kleine Stadt.

00:03:31: Und die hat da auch noch so außenrum

00:03:33: ein paar Dörfer.

00:03:34: Also ich glaube, da gilt mich nicht fest,

00:03:37: irgendwas zwischen 7.000 und 12.000, wenn

00:03:40: man diese Dörfer damit einkalkuliert, glaube ich.

00:03:44: Also nicht so viele Einwohner.

00:03:46: Und wir haben natürlich auch einen starken Wettbewerb.

00:03:49: Also was heißt ein Wettbewerb?

00:03:50: Nicht in dem, was wir machen, aber drumherum

00:03:53: sind viele gute Unternehmen.

00:03:54: Also wirklich tolle Firmen.

00:03:57: Und ja, da ist dann natürlich auch arbeitgebermäßig

00:04:01: das Ganze dann schon ganz schön gut ausgefüllt.

00:04:04: Da haben die Leute, die dort wohnen, also

00:04:07: eine gute Auswahl, wo die arbeiten können.

00:04:09: Ja, das war immer, gerade in der nächsten

00:04:11: Region, nochmal wichtiger, die Arbeitgebermarke zu stärken, um

00:04:14: dann auch wirklich herauszustechen, dass man Bewerbern auf

00:04:17: der einen Seite nicht verliert oder sich dann

00:04:18: auch dementsprechend die Leute dann sofort am besten

00:04:20: natürlich für einen selbst entscheiden.

00:04:22: Ja, genau.

00:04:22: Wir haben da echt so große Namen auch.

00:04:25: Hier in Finnien ist da Meisterwerke.

00:04:29: Wir haben Hella in der Nähe.

00:04:31: Wir haben Egger in der Nähe.

00:04:33: Wir haben also große, tolle Firmen, die wirklich

00:04:37: auch gute Arbeitgeber sind.

00:04:39: Ja, noch kurz an dich.

00:04:41: Das heißt, wie weit so eure Ausgangssituation?

00:04:43: Also habt ihr das dann irgendwie generell gemerkt,

00:04:45: dass es einfach nach der Zeit schwieriger wurde,

00:04:47: Fachkräfte, aber auch Azubis zu bekommen?

00:04:49: Genau, wir haben ja auch einen Ausbildungsberuf in

00:04:52: der Produktion, der nicht so ganz bekannt ist.

00:04:55: Also wir bilden Verfahrensmechaniker aus oder neu, also

00:05:00: der Beruf hat gewechselt.

00:05:01: Das sind jetzt Kunststofftechnologen.

00:05:03: Aber ja, der ist so relativ unbekannt, der

00:05:06: Beruf.

00:05:06: Und man arbeitet in drei Schichten und auch

00:05:12: schon mal am Wochenende freiwillig.

00:05:14: Und natürlich jetzt als Azubi noch nicht.

00:05:16: Aber später, wenn man dann übernommen wird, dann

00:05:19: ist das halt so, dass man schon im

00:05:21: Schichtbetrieb arbeitet bei uns.

00:05:24: Ja, und das will natürlich auch nicht jeder.

00:05:26: Also hatten wir einmal die Herausforderung Schichtbetrieb, unbekannter

00:05:30: Beruf, ländliche Region.

00:05:34: Ja, das sind so...

00:05:36: Die Konkurrenz und dann die gute wirtschaftliche Lage,

00:05:42: sodass wenig Leute auf Versuche sind nach einem

00:05:45: neuen Job.

00:05:46: Und natürlich jetzt noch so ein bisschen unsichere

00:05:48: Zeiten, wo Leute auch natürlich nicht so bereit

00:05:50: sind, ihren Job dann zu wechseln, weil der

00:05:53: Sicherheitsfaktor da so mitspielt.

00:05:55: Ja, hundertprozentig.

00:05:57: Und jetzt haben wir ja, die Folge dreht

00:05:59: sich ja um fünf Erfolgsgeheimnisse.

00:06:00: Was willst du sagen?

00:06:01: Punkt Nummer eins kann ich dir schon mal

00:06:02: verraten, war auf jeden Fall Social Media.

00:06:04: Aber das kannst du besser ausfüllen als ich.

00:06:05: Ja, genau.

00:06:06: Ja, Social Media.

00:06:08: Da waren wir erst so ein bisschen unbeschriebenes

00:06:11: Blatt, würde ich mal sagen.

00:06:13: Und haben dann überlegt, was kann man denn

00:06:16: da machen?

00:06:17: Und irgendwie sind wir, haben wir dann zueinander

00:06:19: gefunden auch.

00:06:20: Und wir hatten aber parallel uns auch schon

00:06:22: auf die Fahne geschrieben, wir wollen uns da

00:06:25: mit dem Thema Social Media auch mal auseinandersetzen.

00:06:29: Und auch für Recruiting das Ganze benutzen, auch

00:06:33: die jüngere Arbeitswelt dann auch mitnehmen, weil wir

00:06:38: ja die Azubis anziehen wollen.

00:06:41: Und wie kriegt man die natürlich auch mit

00:06:43: solchen Themen?

00:06:44: Die sind alle da auf Social Media oder

00:06:46: die Eltern sind da.

00:06:48: Und das war natürlich für uns so ein

00:06:51: Thema, wo wir noch nicht so aktiv waren.

00:06:53: Also haben wir gedacht, da kennen wir uns

00:06:55: jetzt auch nicht so aus.

00:06:56: Wir haben natürlich auch nicht so die Ressourcen

00:06:58: dafür.

00:06:58: Also wir können jetzt keinen Social Media Manager

00:07:03: einstellen oder ein dickes Budget dafür hervorbringen, wo

00:07:08: einer sich nur um Social Media von uns

00:07:11: kümmert, aus der Personalabteilung oder aus dem Marketing.

00:07:15: Das war natürlich so ein bisschen die Herausforderung,

00:07:17: dass wir das nebenbei machen und trotzdem sehr

00:07:21: professionell.

00:07:23: Und ja, da habt ihr uns eigentlich ganz

00:07:25: gut begleitet, würde ich mal sagen.

00:07:29: Ich glaube, wir sind so da reingerutscht, dass

00:07:32: wir gesagt haben, wir machen eine Recruiting-Kampagne

00:07:35: und wollten gerne in so einem Funnel das

00:07:40: Ganze machen auf Social Media.

00:07:41: Und dafür braucht man ja Bildmaterial und dann

00:07:44: diesen Funnel, den man da erstellen muss.

00:07:47: Und da waren wir so, ja gut, wir

00:07:49: könnten das vielleicht alles selber aus eigenen Mitteln

00:07:52: machen.

00:07:52: Aber dann war das natürlich für uns auch

00:07:55: nicht leistbar, das auf einem professionellen Level dann

00:07:59: hinzubekommen.

00:08:00: Ja, und dann haben wir euch gefunden.

00:08:02: Ja, genau.

00:08:03: Ja, das war auch spannend.

00:08:04: Also gerade weil es dann ja auch spannende

00:08:06: Berufe war, wie du gesagt hast, Kunststoff-

00:08:07: und Kautschuk-Technologen in ländlicher Region ist ja

00:08:10: nochmal was anderes, als wenn ich jetzt, keine

00:08:11: Ahnung, Bankkaufleute suche.

00:08:12: So kann ja jeder junge Mensch auch was

00:08:14: mit anfangen.

00:08:15: Aber Kunststoff- und Kautschuk-Technologen ist dann

00:08:17: schon so der Exot, würde ich sagen.

00:08:19: Keine Ahnung, Feinwertmechaniker, Zerspannungsmechaniker, ist ja alles recht

00:08:22: exotisch.

00:08:23: Jedenfalls, wenn du mich fragst, also keine Ahnung,

00:08:24: ich hätte das damals mit 16, 17, 18

00:08:26: einfach nicht gewusst.

00:08:29: Das sind die Klassiker, die man halt kennt,

00:08:31: Bankkaufleute, Versicherungskaufleute irgendwie noch, vielleicht noch

00:08:34: Industriekaufleute.

00:08:35: Ja, wenn man jetzt so Kinder fragt, was

00:08:37: willst du mal werden, die sagen dann nicht

00:08:39: Kunststofftechnologe.

00:08:40: Wenn die halt alles nicht sind, dann auf

00:08:42: jeden Fall Pilot, Polizist, Feuerwehrmann oder Arzt oder

00:08:45: so.

00:08:46: Aber ja, das haben wir dann ja auch

00:08:47: sehr, sehr gut über die Kampagne hinbekommen, die

00:08:48: Leute richtig zu sensibilisieren, dass sie überhaupt erst

00:08:50: mal verstehen, was mache ich denn überhaupt, wie

00:08:51: sieht es überhaupt aus?

00:08:52: Und dass wir dann auch dementsprechend die Stellen

00:08:54: besetzt haben.

00:08:55: Ja, sehr, sehr spannend.

00:08:57: Okay, das heißt, das war Nummer eins soweit.

00:08:59: Ja, wir haben ja bei dem Social Media,

00:09:01: wir haben ja nicht nur mit euch das

00:09:02: gemacht, wir haben ja dann auch noch das

00:09:04: Projekt gemacht, so wie können wir denn unseren

00:09:07: Kanal bei Social Media, also erstmal hatten wir

00:09:10: gar keinen Instagram-Kanal oder Facebook-Kanal oder

00:09:13: nur so ein, ja, Fake, also so ein,

00:09:16: der war da, aber den haben wir nicht

00:09:18: richtig benutzt.

00:09:19: Und dann haben wir das ja erstmal mit

00:09:21: so einem Strategieplan zusammen erarbeitet und haben dann

00:09:24: gesagt, so, jetzt was können wir machen?

00:09:26: Postingplan, was ist denn vielleicht interessant?

00:09:28: Solche Sachen, wie macht man das denn?

00:09:30: Worauf muss man denn achten?

00:09:31: Da habt ihr uns ja richtig gut bei

00:09:33: unterstützt.

00:09:34: Und jetzt haben wir ja auch schon eine

00:09:35: ganz gute Anzahl an Leuten, die unsere Reels

00:09:38: geguckt haben oder die auch Follower sind dann

00:09:42: teilweise.

00:09:43: Wir versuchen das immer, wie gesagt, nebenbei am

00:09:46: Leben zu erhalten und dann da auch wirklich

00:09:48: Content zu produzieren, der auch gut ankommt bei

00:09:52: unseren Leuten und Followern und Leute, die überhaupt

00:09:57: so sich Reels angucken.

00:10:00: Ja, und das, ihr könnt das ja gerne

00:10:01: mal abonnieren, konzabger auf Instagram.

00:10:06: Ja, und da sind wir echt froh, dass

00:10:09: wir das mit euch gemacht haben und uns

00:10:11: so einen guten Start verpasst haben.

00:10:13: Ja, ja, man darf das so manuell beschätzen,

00:10:15: weil ich finde, weil manche sagen dann, wenn

00:10:17: dann so gewisse Fundamente vielleicht fehlen, dass man

00:10:21: dann halt am Ende sagt, ja gut, jetzt

00:10:23: habe ich irgendwie keine Idee, jetzt poste ich

00:10:24: halt einfach ein Bild, irgendwie keine Ahnung, wie

00:10:25: ich da gerade Kaffee trinke oder so und

00:10:27: das ist natürlich dann am Ende so Content,

00:10:29: der vielleicht dann doch nicht so gut ankommt

00:10:32: oder nicht passig ist und ich dann da

00:10:34: vielleicht auch die Zielgruppe nicht wirklich abhole.

00:10:36: Das sind so authentische Momente dann ja schon

00:10:38: nochmal irgendwie ganz cool, wo ihr keine Ahnung,

00:10:40: in Bühnen auf der Messe wart oder verschiedenste

00:10:43: Dinge, die ihr dann ja auch gemacht habt.

00:10:44: Oder immer, wenn es bei uns Kuchen gibt.

00:10:46: Ja, das ist auch sehr, sehr beliebt.

00:10:47: Aber es ist halt authentisch.

00:10:48: Also das ist dann ja auch sehr, sehr

00:10:50: cool.

00:10:50: Das fand ich halt damals auch sehr, sehr

00:10:51: spannend bei euch, wenn man so, also wir

00:10:53: haben ja wirklich sehr, sehr viele Kundendrehs und

00:10:54: sehen ja sehr, sehr viele Produktionen auch von

00:10:56: innen.

00:10:57: Was ich bei euch halt sehr, sehr stark

00:10:58: fand, dass halt wirklich alle Leute, also alle

00:11:00: waren extremst freundlich und die hatten auch irgendwie

00:11:02: alle gefühlt auch Bock.

00:11:04: Also auch so untereinander, waren sehr, sehr freundlich,

00:11:07: wertschätzen gegenseitig und nicht nur Bock auf den

00:11:08: Dreh, aber auch untereinander einfach so generell Bock

00:11:10: auf die Arbeit und das war irgendwie voll

00:11:11: schön zu sehen, weil manchmal hat man es

00:11:13: halt auch, wenn man versucht die Geschäftsführung dann

00:11:16: auch irgendwelche Leute irgendwie ranzukriegen, so ja, hier

00:11:18: kannst du nicht mal und mach doch mal.

00:11:21: Und das war halt bei euch echt wirklich

00:11:23: sehr, sehr stark abgemerkt.

00:11:25: Da ist wirklich eine sehr, sehr gute Stimmung.

00:11:28: Ja, wir haben echt tolle Mitarbeiter, die auch

00:11:31: Bock haben auf den Job, die gerne bei

00:11:33: uns arbeiten und ja, wo das halt einfach

00:11:36: auch zusammenpasst, die Werte vom Unternehmen und aber

00:11:40: auch die Werte von den Mitarbeitern und wenn

00:11:42: man das merkt, dann merkt man das halt

00:11:45: auch.

00:11:46: Ja, hundertprozentig.

00:11:47: Jetzt sind wir ja schon so ein bisschen

00:11:48: drüber geritten in Punkt drei eigentlich, aber das

00:11:50: ist ja gar nicht so schlimm.

00:11:52: Wir machen das ja hier Freestyle.

00:11:54: Go with the flow.

00:11:55: Go with the flow, genau.

00:11:57: Das ist ja auch ein Thema der Führung,

00:11:59: wie seid ihr das vielleicht auch angegangen, weil

00:12:01: am Ende ist es ja auch, muss man

00:12:02: ja auch dazu sagen, klar, ich habe irgendwie

00:12:03: vielleicht Bewerber, die fangen dann bei mir an,

00:12:05: am Ende brauche ich aber auch eine gute

00:12:06: Führung, dass ich sie halt am Ende auch

00:12:07: halten kann und meine Fluktuation möglichst gering halte,

00:12:10: weil wenn ich schon aus der Region rund

00:12:12: um Rüthen komme, dann ist es natürlich super

00:12:17: wichtig, dass ich halt meine Fluktuation möglichst gering

00:12:19: halte.

00:12:19: Ja, also in Sachen Führung haben wir, also

00:12:22: das machen wir laufend, investieren wir da eigentlich

00:12:24: viel Arbeit in Führung und in das Team

00:12:28: auch und haben in den letzten zehn Jahren,

00:12:33: genau, wenn wir jetzt den Geschäftsführer wechseln, hatten

00:12:35: wir vor zehn Jahren, da hat Herr Allukotte,

00:12:39: der jetzige Geschäftsführer, auch das, ich sage mal,

00:12:43: von dem Vorgänger, der hatte schon ein bisschen

00:12:45: den Stein ins Rollen gebracht, aber der hat

00:12:47: das gut übernommen und noch mehr ausgebaut und

00:12:50: wir sind immer dreimal im Jahr auf Offsides

00:12:56: mit unseren Führungskräften.

00:12:59: Ja, da arbeiten wir dann sehr intensiv im

00:13:01: Team zusammen, gucken, dass alle Themen, die irgendwie

00:13:06: für die Abteilungen entsprechend wichtig sind, dann auch

00:13:08: Gehör bekommen.

00:13:10: Wir treffen uns einmal die Woche mit dem

00:13:12: Führungsteam und besprechen alles, was wichtig ist im

00:13:16: Tagesgeschäft oder was gerade so hochkommt aus der

00:13:19: Belegschaft.

00:13:21: Wir haben auch ein Betriebsrat bei CONSTAB, mit

00:13:24: denen arbeiten wir auch eng zusammen und wollen

00:13:26: gerne auch eine gute Zusammenarbeit, weil das ist

00:13:28: uns auch wichtig, dass die Leute ihre Anliegen

00:13:31: an den Betriebsrat bringen können und wir das

00:13:33: mit denen dann auch besprechen können.

00:13:35: Genau, wir unterstützen unsere Führungskräfte, also wir können

00:13:38: auch Schulungen immer jederzeit bekommen, Einzelcoachings, was die

00:13:44: gerne hätten.

00:13:45: Cool.

00:13:46: Habt ihr nicht sogar mal irgendwas mit Schafen

00:13:48: gemacht oder so?

00:13:48: Ja, genau.

00:13:50: Das war, ich würde sagen, unser erfolgreichstes Offside

00:13:54: bis jetzt.

00:13:55: Also, doch, doch, wir haben da so gutes

00:13:58: Feedback bekommen.

00:14:00: Ja, da haben wir im Moor, hier in

00:14:03: der Nähe rauf, in Minden, Hillermoor dann?

00:14:06: Ja, da in, wie heißt das?

00:14:08: Hochmoor, ne?

00:14:09: Ich weiß gar nicht, ob das Hillermoor heißt.

00:14:13: Nein.

00:14:15: Ob da eine Brauerei ist, weiß ich gar

00:14:16: nicht, aber auf jeden Fall irgendwo da.

00:14:19: Ja, das kommt wahrscheinlich hin.

00:14:21: Und da haben wir auf jeden Fall einen

00:14:23: Workshop gemacht mit dem Schäfer dort und haben

00:14:26: dann am eigenen Leib erfahren, wie das so

00:14:30: ist, wenn man irgendwas macht, was dann passiert.

00:14:33: Also, da hat man ja eine Schafsherde und

00:14:36: die mussten wir von A nach B bringen.

00:14:39: Ja, und dann muss man das erstmal als

00:14:41: Team irgendwie schaffen.

00:14:42: Der Schäfer macht das ja mit seinen Hunden.

00:14:45: Die sind ein eingespieltes Team.

00:14:46: Die brauchen gar nicht viel miteinander kommunizieren.

00:14:51: Das klappt da wunderbar.

00:14:52: Die Schafe wissen, was der Schäfer will oder

00:14:55: was der Hund da gerade macht.

00:14:57: Ja, bei uns sah das ein bisschen anders

00:14:58: aus.

00:14:59: Aber dann haben wir auch wirklich gemerkt, was

00:15:02: wichtig ist, ne?

00:15:03: Die Kommunikation muss da sein und das Ganze

00:15:06: so zu erleben, das war auch toll.

00:15:08: Also, wenn man jetzt selber irgendwo steht oder

00:15:11: was macht, was passiert dann in so einer

00:15:13: Schafherde?

00:15:14: Wo rennen die dann hin?

00:15:16: Wo sollen die vielleicht nicht hin?

00:15:17: Bremse ich die aus?

00:15:19: Treibe ich die zu viel an?

00:15:21: Überrollen die dann den Schäfer, der vorne weg

00:15:23: geht, zum Beispiel?

00:15:25: Senden die einfach alle an dem vorbei, weil

00:15:27: der zu langsam ist, weil wir hinten zu

00:15:29: feste drücken?

00:15:31: Solche Sachen, oder?

00:15:32: Wie lenkt man so eine Schafsherde irgendwo hin?

00:15:35: Die waren dann auf einmal so ein Schafstornado,

00:15:37: weil alle irgendwie drumrum standen und sich gepusht

00:15:41: haben.

00:15:42: Und dann wussten die gar nicht, was sie

00:15:43: machen sollen, ne?

00:15:44: Da musste dann einer wieder vorweg gehen.

00:15:46: Also, das war irgendwie total interessant.

00:15:49: Das so als Team zu merken, wie ist

00:15:51: unser Zusammenspiel?

00:15:53: Also, das hat allen mächtig die Augen geöffnet,

00:15:57: würde ich sagen.

00:15:58: Und natürlich drumherum haben wir dann Dinge eingebaut,

00:16:04: wie man als Team besser zusammenarbeitet, was wichtig

00:16:07: ist für ein erfolgreiches Team.

00:16:09: Also, wie so ein High-Performance-Team denn

00:16:13: funktioniert.

00:16:14: Und solche Sachen gucken wir uns dann halt

00:16:16: auch an.

00:16:17: Was, wer welche Rolle in dem Team vielleicht

00:16:20: auch hat und einnehmen muss, oder ob man

00:16:22: das mal wechselt, oder wie man sich unterstützt,

00:16:26: sodass man alle zusammen so viel Power auf

00:16:30: die Straße bekommt, um das Unternehmen natürlich nach

00:16:32: vorne zu bringen und eben nicht in so

00:16:35: kleinen Fäden alles verliert dann, die ganze Kraft

00:16:39: und Power.

00:16:40: Ja, spannend.

00:16:41: Das hört sich echt mega viel an.

00:16:43: Also, was man auch dann mal so von

00:16:44: anderen Unternehmen hört, die dann, wenn es gut

00:16:46: läuft, alle zwei, drei Jahre mal sowas machen.

00:16:48: Da seid ihr dann schon echt gut dabei.

00:16:52: Ja, also, eigentlich könnte man es sogar noch

00:16:55: öfter machen, glaube ich.

00:16:58: Aber die Zeit ist immer das Problem und

00:17:00: das verstehe ich auch.

00:17:01: Also, das geht uns allen so.

00:17:03: Dann sind wir zwei Tage raus aus dem

00:17:06: Tagesgeschäft.

00:17:07: Das muss man dann ja auch erst mal

00:17:08: irgendwie wieder abfangen.

00:17:10: Klar.

00:17:11: Aber es lohnt sich.

00:17:13: Und auch dieser Team-Building-Charakter, wenn man

00:17:16: wirklich mal raus ist und abends noch eine

00:17:19: coole Sache zusammen macht, die einen so zusammenschweißt,

00:17:23: eben nicht nur in einer Firma diese stressige

00:17:26: Arbeit da verrichtet, sondern halt auch mal irgendwas

00:17:30: Nettes zusammen macht.

00:17:32: Das ist viel wert.

00:17:35: Und dann freut man sich, die Leute auch

00:17:36: zur Arbeit zu kommen, wenn man dann die

00:17:37: Kollegen wieder sieht und mit denen noch mal

00:17:39: ein bisschen sprechen kann und ganz anders connectet,

00:17:42: als wenn man sich jetzt nur rein beruflich

00:17:43: die ganze Zeit unterhört.

00:17:45: Und die Mitarbeiter merken ja auch, dass wir

00:17:47: als Team gut miteinander arbeiten und davon profitieren

00:17:51: die ja auch.

00:17:52: Also, das ist, glaube ich, für alle eine

00:17:55: gute Sache.

00:17:56: Ja, auf jeden Fall.

00:18:05: Weil es so richtig viele Möglichkeiten gibt und

00:18:07: wir dann alle so auch viel Verantwortung übernehmen

00:18:10: können.

00:18:11: Nicht nur die Führungskräfte, also auch Mitarbeiter.

00:18:13: Wenn man wirklich sagt, boah, da habe ich

00:18:15: jetzt Lust drauf, da will ich mitmachen, da

00:18:17: will ich Verantwortung übernehmen, also mehr als vielleicht

00:18:20: eigentlich, dann kann man das halt auch immer.

00:18:24: Dann ist man Teil des Teams, dann kann

00:18:27: man immer Vorschläge bringen und wenn die gut

00:18:30: sind, dann werden die auch umgesetzt.

00:18:35: Wir hören zu, wir machen zum Beispiel auch

00:18:37: immer alle zwei Jahre so Workshops, psychische Gefährdungsbeurteilung.

00:18:41: Dann nehmen wir die ganzen Abteilungen und die

00:18:44: dürfen dann einen Tag lang halt aus der

00:18:47: normalen Arbeit raus in so einen Workshop und

00:18:50: da können die alle ihre Sachen sagen, die

00:18:52: die gerne ändern möchten oder Verbesserungsvorschläge, die die

00:18:56: stören, wo die auch denken.

00:18:58: Dann, wenn wir das ändern, dann wird das

00:19:00: irgendwie besser für alle und dann können die

00:19:03: uns das präsentieren.

00:19:05: Dann hören wir uns das an vom Führungsteam

00:19:07: und leiten daraus dann am Ende Maßnahmen ab,

00:19:10: wenn wir das können.

00:19:11: Man kann nicht immer alles verändern, aber wenn

00:19:15: wir es nicht können, dann kommunizieren wir es

00:19:16: in der Regel auch, dass wir es nicht

00:19:18: können gerade oder noch nicht können.

00:19:21: Und dann steigt natürlich auch die Zufriedenheit, weil

00:19:24: die Leute merken, boah, wenn ich was sage,

00:19:25: dann hören die Leute mir auch zu und

00:19:28: wenn es geht, dann kriege ich auch eine

00:19:32: Erklärung, warum vielleicht nicht.

00:19:33: Weil sonst denkt man, man wird nicht gehört

00:19:35: und dann kann man es negativ auffassen.

00:19:38: Ja, sehr spannend.

00:19:38: Jetzt sind wir gerade bei dem Thema Führung

00:19:40: gelandet.

00:19:41: Vielleicht auch ein Schritt vorab.

00:19:42: Wie sieht denn so der Bewerberweg aus?

00:19:45: Also ich sage mal vielleicht von ich bewerbe

00:19:46: mich bei euch bis hinten dann, klar, Führung

00:19:48: haben wir jetzt ja schon drüber gesprochen, bis

00:19:49: vielleicht im besten Fall hinten Rente.

00:19:53: Genau, ja.

00:19:54: Also hat man ja vielleicht auch in der

00:20:02: Regel so ein bisschen also nicht am Ende,

00:20:03: aber so zwischen, ich sage jetzt mal, ich

00:20:05: habe ja noch ein paar Jahre bis zur

00:20:06: Rente.

00:20:08: Ja, wir haben viele so Beispiele, wo man

00:20:10: bei uns irgendwie in einem Job gestartet ist

00:20:13: und auf einmal einen ganz anderen Job am

00:20:14: Ende macht.

00:20:15: Oder wir haben jetzt unser jetziger Produktionsleiter, der

00:20:20: hat bei uns die Ausbildung gemacht und dann

00:20:22: ist der immer über verschiedene Stationen gewandert und

00:20:26: ist jetzt Produktionsleiter zum Beispiel.

00:20:28: Oder wir haben jetzt einen im Vertrieb, in

00:20:33: der Technik eingestellt.

00:20:34: Cedric.

00:20:35: Cedric, genau.

00:20:36: Und dann im Technikumleiter und im Laborleiter und

00:20:40: jetzt ist er im Vertrieb gelandet, weil er

00:20:42: selber das auch gerne wollte.

00:20:44: Cool.

00:20:45: Also wir versuchen schon, wenn die Leute das

00:20:48: natürlich selber auch wollen und da Lust zu

00:20:51: haben und sich auch engagieren und das auch

00:20:53: zeigen und darüber auch sprechen, so in Mitarbeitergesprächen

00:20:56: zum Beispiel, eben nutzen.

00:21:02: Ja, das versuchen wir eigentlich immer mit den

00:21:06: Leuten gemeinsam eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, wo es

00:21:11: geht.

00:21:12: Habt ihr dann irgendwie regelmäßige Gespräche zu, dass

00:21:14: ihr sagt, wir machen einmal im Quartal irgendwie

00:21:16: Mitarbeitergespräche oder wie macht ihr das?

00:21:17: Einmal im Jahr machen wir Mitarbeitergespräche und ja,

00:21:22: das sollte jeder dann einmal im Jahr in

00:21:25: den Genuss kommen bei uns.

00:21:27: Ja, dass man dann so ein bisschen gucken

00:21:28: kann, das ist ja schön.

00:21:32: Und man kann das auch immer zwischendurch besprechen.

00:21:34: Also das ist jetzt nicht so, dass man

00:21:35: warten muss, bis man seinen Vorgesetzten einmal im

00:21:38: Jahr sieht, sondern es sind ja flache Hierarchien.

00:21:41: Man redet eigentlich jeden Tag.

00:21:42: Man hat einmal die Woche ein Teammeeting.

00:21:45: Die Türen der Führungskräfte sind immer auf und

00:21:47: wenn man irgendwas wirklich gerade braucht oder sagt,

00:21:51: boah, hier, ich hätte gerne Schulung zu dem

00:21:53: Thema, dann geht man da einfach hin und

00:21:54: sagt, ist das jetzt okay, wenn ich die

00:21:57: Schulung mache und ich habe auch wirklich kaum

00:22:03: mitgekriegt, dass man mal nein sagt, nur dann

00:22:06: vielleicht jetzt gerade nicht oder wir müssen noch

00:22:09: ein halbes Jahr warten oder so, das kann

00:22:11: vielleicht schon mal sein oder das Thema passt

00:22:15: vielleicht doch gar nicht, doch noch nicht so

00:22:17: ganz so gut, dann muss man nochmal in

00:22:19: ein Thema fallen, aber eigentlich klappt das immer.

00:22:23: Ja, stark.

00:22:24: Dann sagtest du ja gerade, dass viele Leute

00:22:26: einfach eine sehr, sehr hohe Flexibilität haben und

00:22:28: einfach mal in die Bereiche wechseln können, was

00:22:29: ja generell recht gut ist.

00:22:31: Ich kann mir vorstellen, dass es ja schon

00:22:32: Unternehmen gibt, die dann sagen, das will ich

00:22:33: ja gerade nicht, weil ich ja mit den

00:22:35: Leuten genau da zum Beispiel im Technikum plane

00:22:38: und jetzt ist mein Leiter auf einmal weg,

00:22:39: scheiße, jetzt muss ich wieder Recruiting machen und

00:22:41: ich muss wieder voll viel investieren, damit ich

00:22:43: da wieder einen neuen Leiter habe.

00:22:44: Das wäre vielleicht auch so der vierte Punkt,

00:22:46: ja, Weiterentwicklung, wie kriegt ihr das dann hin,

00:22:48: dass ihr dann, ja, dürft ihr auch so

00:22:50: in dem Bereich weiterentwickeln und dass das vor

00:22:52: allen Dingen am Technikum auch zum Beispiel weiterläuft?

00:23:01: Ja, oh nein, jetzt ist das ja direkt

00:23:03: da raus, jetzt müssen wir das nachbesetzen oder

00:23:06: dann denken wir, alle vielleicht mal so eine

00:23:09: Millisekunde, haben wir das, aber natürlich denken, macht

00:23:13: das ja wieder neue Möglichkeiten auf, also dann,

00:23:16: da wird ja wieder irgendwie, ich sage mal,

00:23:19: mit jedem kleinen Change, der da passiert, gibt

00:23:21: es neue Möglichkeiten und dann werden natürlich auch

00:23:25: andere Mitarbeiter, die vielleicht ein Interesse haben, wach

00:23:28: und sagen, oh, ich hätte aber ja, ich

00:23:31: hätte nicht gedacht, dass der Cedric diese Position

00:23:34: zum Beispiel verlässt, ja, jetzt wird eine neue

00:23:37: Möglichkeit für mich auf einmal da sichtbar und

00:23:41: dann nehme ich die vielleicht mal mit, also

00:23:43: das, das motiviert ja auch andere Mitarbeiter und

00:23:47: ja, man findet immer jemand Neues, dann sucht

00:23:51: man halt, also ich sage mal, es wäre

00:23:53: schlimmer gewesen, wenn wir den Cedric jetzt insgesamt

00:23:55: verlieren würden als Unternehmen, weil der sich nicht

00:23:58: weiterentwickeln kann als Unternehmen, da könnte ich aber

00:24:02: jetzt vielleicht mal was anderes machen, dann würde

00:24:05: der gehen, das wollen wir natürlich nicht, wir

00:24:07: wollen die Leute bei uns behalten, die sind

00:24:10: alle tolle Mitarbeiter in allen Bereichen und ich

00:24:13: glaube, die bringen dann auch immer neue, frischen

00:24:15: Winter rein und ja, das ist eigentlich so

00:24:19: der wichtigste Punkt dabei, wir finden dann schon

00:24:21: auch noch neue Mitarbeiter, das muss man ja

00:24:24: dann auch immer sagen, dadurch, dass wir halt

00:24:28: ein toller Arbeitgeber sind, da sind immer neue

00:24:31: Mitarbeiter da, das haben wir jetzt gelernt, also

00:24:34: man kann das einfach machen, man darf keine

00:24:37: Angst haben.

00:24:38: Ja, ja, es funktioniert auch in ländlichen Regionen,

00:24:40: auch mit Kunststoff- und Gauchotechnologen, sei es

00:24:43: Fachwirte oder Azubis.

00:24:44: Und es gibt auch so viele tolle junge

00:24:46: Leute oder auch ältere Leute, die sich nochmal

00:24:50: umorientieren wollen und fachlich tolle Leute und interkulturell,

00:24:57: die auf einmal irgendwo herkommen und dann wieder

00:24:59: in die Region zurück oder so oder aus

00:25:02: dem Ausland haben wir auch schon Leute bekommen,

00:25:05: die einfach ihr Fachwissen mitgebracht haben, also man

00:25:09: weiß das ja, das ist ja spannend, man

00:25:11: weiß ja nicht, wer kommt so zu einem

00:25:13: und dann kriegt man ja wieder ein neues

00:25:14: Geschenk und einen Schatz mit serviert so.

00:25:17: Ja, ich glaube, sowas ist auch immer kein

00:25:18: Zufall, sondern so universumsmäßig, dann hat man wieder

00:25:21: auf einmal so eine Art Zufall und ach,

00:25:23: jetzt guck mal, ist der wieder zurückgekommen, das

00:25:31: sehen wir jetzt da auch so.

00:25:32: Die Wiebke, die macht das auch schon super

00:25:34: da jetzt im Technikum, die hat dann den

00:25:36: Platz vom Cedric übernommen und jetzt müssen wir

00:25:38: natürlich ein bisschen gucken, wie wir das Loch

00:25:41: wieder stopfen am Ende, aber da wird sich

00:25:43: immer irgendwas Neues halt zeigen.

00:25:46: Ja, alles hat irgendwie einen Grund und es

00:25:47: hat alles Vor- und Nachteile, aber ich

00:25:49: finde, mein Set ist sehr spannend hinterher, das

00:25:51: einfach positiv zu sehen und gar nicht sich

00:25:52: den Druck zu machen, oh, müssen wir wieder

00:25:54: Neues finden und wir kriegen es ja auch

00:25:56: gut hin, also von daher alles gut.

00:26:00: Genau.

00:26:01: Jetzt haben wir noch einen Punkt über, letzter

00:26:03: Punkt ist, glaube ich, bei euch so dieses

00:26:04: Thema der, wir haben es ja schon kurz

00:26:06: angerissen, Thema der Selbstverwirklichung, wirklich Verantwortung zu

00:26:10: übernehmen, das macht euch, glaube ich, aus meiner

00:26:11: Sicht ja auch noch sehr sehr einzigartig, gerade

00:26:13: wenn man das im Hinblick auf Thema der

00:26:16: Differenzierung ja auch sieht, weil gerade wenn ihr

00:26:18: diese großen Arbeitgeber habt und das haben wir

00:26:21: ja damals auch mit euch gemacht, das ist

00:26:25: ein sehr sehr großer Punkt, dass man halt

00:26:26: am Ende auch wirklich die Leute, wenn man

00:26:28: dann wirklich neu rekrutiert aus der Region auch

00:26:30: dementsprechend findet und dann sagen kann, hey, das

00:26:32: und das macht uns wirklich einzigartig, um nicht

00:26:34: zu sagen, ja, wir haben den E-Bike

00:26:35: -Leasing und wir haben auch ein faires Gehalt

00:26:37: und Wertschätzung wird bei uns großgeschrieben, so das

00:26:39: schafft halt jeder.

00:26:41: Haben wir auch alles?

00:26:43: Ja, ja, ist halt Standard, deshalb ist es

00:26:47: ja auch meistens so, dass diese ganzen Stellenbörsen

00:26:55: gerade für so spezielle Stellen, ich hatte das

00:26:56: letztens mal irgendwie geguckt, hier Bielefeld, und dann

00:26:59: Service-Techniker im Außendienst, irgendwie 300 Stellenanzeigen und

00:27:03: die sind ja alle irgendwie gleich aufgebaut so

00:27:04: und da wird jetzt auch nicht ein Service

00:27:06: -Techniker sagen, so geil, die lese ich mir

00:27:07: jetzt alle an einem, keine Ahnung, am Wochenende

00:27:09: durch und gucke mir dann den besten Arbeitgeber

00:27:11: raus, der dann im 15.

00:27:12: Bulletpoint noch irgendwie einen Obstkorb hat oder halt

00:27:14: auch nicht, also passiert ja nicht, von daher

00:27:16: ist dieses Thema der Differenzierung sehr wichtig und

00:27:18: das kostet, vielleicht kannst du da noch ein

00:27:25: paar Sätze zu sagen, das ist ja schon

00:27:27: leicht angerissen, was euch da so einzigartig macht

00:27:29: oder was du daran als Tipp sozusagen mitgeben

00:27:31: könntest.

00:27:32: Ja, hatte ich ja eben auch schon gesagt,

00:27:34: so Selbstverwirklichung, man kann immer kommen und sagen,

00:27:38: boah, hier das Thema finde ich spannend, jetzt

00:27:40: zum Beispiel KI, wir machen da halt noch

00:27:45: nicht, also wir haben da jetzt keinen steifen

00:27:48: KI-Plan oder sowas, aber wenn da Leute

00:27:51: kommen und sagen, ich bin da interessiert, ich

00:27:53: möchte mitwirken, ich möchte eine Schulung haben, so,

00:27:57: dann sagen wir natürlich, ja, gerne, ne, guck

00:28:00: mal, was du da findest, was vielleicht für

00:28:03: deinen Bereich auch gut passt und dann kannst

00:28:05: du dich da mal schlau machen und wenn

00:28:09: du Ideen hast, bring die gerne mit ein,

00:28:11: ne, oder ja, was gibt's noch, ja, das

00:28:15: Thema mit Denise, die ist jetzt bei uns

00:28:19: mit Social Media ziemlich stark dabei, die hat

00:28:21: dann sich dafür interessiert und macht da viel,

00:28:26: ja, solche Sachen, also wenn man da jetzt

00:28:27: will, also ich sag ihr jetzt nicht, du

00:28:30: musst jetzt das und das posten, sondern sie

00:28:32: kommt mit Vorschlägen und wir haben auch einen

00:28:36: Aufruf gemacht, jeder kann bei uns mitmachen, also

00:28:39: wir haben so ein Social Media Team quasi

00:28:41: gegründet und wer da Lust hat, der kommt

00:28:43: da einfach und meldet sich und macht dann

00:28:45: auch mal mit und ja, das finde ich

00:28:48: eigentlich so gut, dass man neben dem Job,

00:28:51: den man vielleicht eigentlich hat, noch andere Dinge

00:28:54: mitgestalten und mitmachen und das ist ja auch

00:28:58: so eine Art von Selbstverwirklichung, ne, man kann

00:29:01: halt Dinge mitmachen, wenn man Lust hat.

00:29:04: Ja, das ist cool, so ein bisschen wie

00:29:05: bei Google, da hat doch, glaube ich, auch

00:29:06: jeder Mitarbeiter, ich weiß gar nicht, wie viele

00:29:08: Stunden pro Woche dann irgendwie nochmal Zeit, dann

00:29:21: ist man so besser.

00:29:22: Ja, guck mal, haben wir die fünf Punkte

00:29:23: schon zusammen, was mich mal noch interessieren würde,

00:29:26: wie siehst du das als Personalleiterin jetzt so

00:29:27: die nächsten Jahre auf, weil wir haben jetzt

00:29:30: eigentlich ein sehr, sehr großes Brett in Deutschland

00:29:32: vor uns, wie siehst du so die Auswirkungen

00:29:34: des demografischen Wandels jetzt in den nächsten Jahren?

00:29:37: Ja, alle malen das sehr spart irgendwie, aber

00:29:40: ich glaube auch, da bin ich so ein

00:29:43: bisschen in der Wirtschaft, ich glaube, das wird

00:29:52: sich alles so ein bisschen aneinander anpassen, also

00:29:55: ich glaube nicht, dass man jetzt als Unternehmen

00:29:57: den Kopf in den Sand stecken darf.

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